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Auf der Suche nach dem passenden Brennofen: Tipps und Erfahrungen




Als Keramikerin stehe ich im Business immer wieder vor großen Entscheidungen – und der Kauf eines neuen Brennofens gehört definitiv dazu. Für mich ist es nicht nur eine beträchtliche finanzielle Investition, sondern vor allem eine Entscheidung für das Herzstück meiner Werkstatt. Der Brennofen ist gewissermaßen mein wichtigster Arbeitspartner, auf den ich mich Tag für Tag hundertprozentig verlassen können muss.

Seit zwei Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Suche nach einem neuen Brennofen. Da ich oft Fragen aus meiner Community zu diesem Thema erhalte, möchte ich euch heute in diesem Blogbeitrag auf meine Recherchereise mitnehmen. Gemeinsam beleuchten wir die wichtigsten Aspekte bei der Auswahl des richtigen Brennofens – von technischen Überlegungen bis hin zu praktischen Tipps.




1. Die wichtigsten Anforderungen an meinen neuen Brennofen

Um die richtige Entscheidung zu treffen, habe ich eine detaillierte Liste mit all den Anforderungen erstellt, die mein neuer Brennofen erfüllen soll. Dabei habe ich folgende Faktoren berücksichtigt:

Größe & Volumen: Wie viele Keramikstücke müssen pro Brand Platz finden? Welche Ofengröße passt in meine Werkstatt?

Temperaturbereich: Für welche Temperaturen muss der Ofen ausgelegt sein?

Energieeffizienz: Wie hoch ist der Stromverbrauch, und gibt es energiesparende Modelle?

Wartungsfreundlichkeit & Langlebigkeit: Wie einfach ist die Pflege des Ofens?

Bauart: Frontlader oder Toplader – welches Modell passt besser zu meinem Arbeitsstil?


2. Erfahrungsaustausch: Lernen von anderen Keramiker*innen

Der Austausch mit anderen Keramiker*innen war für mich besonders wertvoll. Durch ihre praktischen Erfahrungen konnte ich viele wichtige Einblicke gewinnen, die mir bei meiner Entscheidung geholfen haben.

Welche Modelle haben sich im Alltag bewährt? Oft erfährt man erst im Gespräch, welche Öfen besonders zuverlässig sind und langfristig gute Ergebnisse liefern. Genauso wichtig ist die Frage: Worauf sollte man besonders achten? Viele Aspekte, die in technischen Datenblättern nicht direkt ersichtlich sind – etwa die Benutzerfreundlichkeit, die Qualität der Isolierung oder die Handhabung der Steuerung – werden durch die Erfahrungen anderer viel greifbarer.

Auch vermeidbare Fehler, wurden mir durch diese Gespräche bewusst. Beispielsweise wurde mir mehrfach geraten, genau auf die richtige Ofengröße zu achten, da zu kleine oder zu große Modelle schnell zu ineffizientem Arbeiten führen können. Ein persönliches Gespräch oder ein Blick in die Werkstatt eines Kolleg*innen kann oft mehr Klarheit bringen als jede Produktbeschreibung.



3. Fachberatung nutzen: Warum sich der Weg zum Fachhandel lohnt

Neben dem Austausch mit anderen Keramikschaffenden waren die Beratungsgespräche mit Fachhändler*innen besonders wertvoll. Sie beantworteten nicht nur meine technischen Fragen, sondern gaben auch wertvolle Tipps zur optimalen Nutzung und Pflege.

Eine Fachberatung vor Ort stellt sicher, dass der Ofen wirklich in die Werkstatt passt. Faktoren wie elektrische Spannung, Aufstellbedingung, Abluftführung, Gewicht und Türgröße sind entscheidend – hier liefert der Fachhandel professionelle Antworten. Zudem bieten viele Händler*innen eine Einweisung an, sodass man den Ofen von Anfang an richtig bedient.

Auch der Service nach dem Kauf ist ein großer Vorteil. Sollte eine Reparatur oder der Austausch der Heizspiralen nötig sein, ist eine kompetente Ansprechperson in der Nähe unbezahlbar. So spart man langfristig Zeit, Geld und Nerven.


4. Meine Entscheidung: Frontlader oder Toplader?

Nachdem ich in den letzten sieben Jahren sehr gute Erfahrungen mit einem Toplader gemacht habe und meine Arbeitsabläufe damit reibungslos funktionieren, war schnell klar, dass mein neuer Brennofen ebenfalls ein Toplader sein wird.

Ein besonderer Vorteil eines Topladers ist die Möglichkeit, von oben genau zu sehen, ob glasierte Stücke ausreichend Abstand haben. Wenn die Keramikstücke beim Einräumen zu eng stehen, kann es passieren, dass die Glasur miteinander verschmilzt – was ärgerlich ist und oft das gesamte Werkstück ruiniert. Durch die offene Sicht von oben kann ich dies direkt kontrollieren und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Zusätzlich bietet ein Toplader weitere Vorteile: Er ist platzsparend, speichert Wärme effizienter und hat eine gleichmäßigere Temperaturverteilung. Zudem sind Toplader in der Anschaffung oft günstiger als Frontlader und haben weniger mechanische Verschleißteile, was die Wartung erleichtert. Besonders bei großen oder schweren Stücken ist die Beladung von oben sehr praktisch, da keine Tür im Weg ist. Auch Teilladungen profitieren von der besseren Wärmespeicherung.


5. Meine Wahl: Der TOP 190 von Nabertherm Warum ich mich für den TOP 190 entschieden habe

Nach sorgfältiger Abwägung habe ich mich für das Modell TOP 190 von der Firma Nabertherm entschieden. Dieser Brennofen hat ein Volumen von 190 Litern. Ein besonderes Highlight dieses Modells ist, dass er auf Transportrollen steht, wodurch ich ihn bei Bedarf flexibel innerhalb meiner Werkstatt bewegen kann.

Um eine optimale Temperaturverteilung im Ofen zu gewährleisten, habe ich das Modell mit einer Bodenheizung gewählt. Diese sorgt für ein besonders gleichmäßiges Temperaturgleichgewicht und gibt mir eine noch bessere Kontrolle über meine Brände. Bei Nabertherm kann die Bodenheizung als zweite Zone angesteuert werden, was eine besonders präzise Temperatursteuerung ermöglicht.

Ein weiteres herausragendes Feature des TOP 190 ist der abnehmbare Controller mit Touchbedienung, der mit der Nabertherm App am Handy verbunden werden kann. Dadurch habe ich jederzeit die Möglichkeit, den aktuellen Brennstatus zu überprüfen und nachzusehen, welche Temperatur der Ofen gerade hat oder ob der Brand bereits abgeschlossen ist.


6. Mein Weg zum perfekten Brennofen – Ein Fazit

Die Suche nach dem perfekten Brennofen ist eine spannende, aber auch herausfordernde Reise. Es lohnt sich, sich ausreichend Zeit zu nehmen, verschiedene Modelle zu vergleichen und die eigenen Anforderungen genau zu definieren.

Für mich war klar, dass mein neuer Brennofen meine bisherigen Arbeitsabläufe optimal unterstützen muss. Der Austausch mit meiner Community, Kolleg*innen und Expert*innen hat mir sehr geholfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Jetzt heißt es nur noch warten, bis der Ofen geliefert wird! Natürlich werde ich euch auch bei der Ankunft meines neuen Brennofens mitnehmen und meine ersten Erfahrungen mit euch teilen. Bleibt gespannt! 😊





Danke fürs Vorbeischauen und ich wünsche euch einen wunderbaren Tag!

Eure Anna Maria


 

* Anzeige / PR Sample Dieser Beitrag enthält Werbung wegen Markennennung.



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